Internationales Symposium: Bewegungsförderung im hohen Lebensalter - Impulse für die Praxis

Am 28. November 2018 von 11 - 16 Uhr im Kongresshotel Potsdam

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich zu unserem diesjährigen Internationalen Symposium mit dem Thema Bewegungsförderung im hohen Lebensalter – Impulse für die Praxis ein.

Der Verein „Selbstbewusst altern in Europa e. V.“ greift, mit Unterstützung der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg, das aktuelle Thema in Form eines Symposiums auf, um insbesondere die Gruppe der Hochaltrigen und deren Bewegungsförderung stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.

Programm, Referenten, Workshops und die Anmeldung finden Sie hier >>>

Im ersten Teil des Symposiums geht es um die (angeleitete) Bewegung, welche für ältere und hochaltrige Menschen als gesunde Alternative zur klassischen Medikation gesehen wird. Sie führt nicht nur zu einer verbesserten allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit, sondern auch zu einer Steigerung der kognitiven und psychischen Ressourcen. Ziel muss es daher sein, Bewegung möglichst niederschwellig in den Alltag älterer Menschen zu integrieren.

Mit dem Wiener Prof. Dr. Thomas Dorner (Medizinische Universität Wien) und seinem Kollegen Christian Lackinger (Sportunion Österreich) stellen die Wegbereiter der so genannten „Gesundheitsbuddys“ ihre Ergebnisse einer dreijährigen Interventionsstudie vor. Dr. Gellert (Charité Berlin) gibt einen Überblick zur aktuellen Studienlage der gesundheitlichen Situation und Beweglichkeit der älteren Bevölkerung in Deutschland.

Im zweiten Teil des Symposiums werden in fünf Workshops ausgewählte Fragestellungen vertieft und Impulse für die Weiterentwicklung des Themas Bewegungsförderung im hohen Lebensalter gesetzt.

Bewegungsförderung im hohen Lebensalter:
Welchen Beitrag können die Kommunen leisten?

Bewegung leistet einen wichtigen Beitrag zum gesunden Altern. Kommunen haben als Setting der Gesundheitsförderung ein großes Potential, einen Beitrag zur Bewegungsförderung im Alter zu leisten. Dabei stehen den Kommunen unterschiedliche tragfähige lokale Strukturen oder Ressourcen zur Verfügung. Der Landkreis Havelland hat sich mit seinem Demografievorhaben hier bereits breit vernetzt aufgestellt. Welche Potenziale ergeben sich hieraus für die Hochaltrigen? Was lässt sich hieraus auf andere Kommunen übertragen? Diese und weitere Fragestellungen werden in diesem Workshop vertieft.

Sturzprävention für Menschen im hohen Lebensalter im ländlichen Raum:
Wie können Projekte wie das Netzwerk „Lange gesund und sicher zu Hause“ unterstützen?

Ab dem 65. Lebensjahr nimmt das Sturz- und Verletzungsrisiko zu. Laut WHO (2008) stürzen mindestens einmal pro Jahr die Hälfte der über 80-Jährigen. Maßnahmen zur Sturzprävention gelten als Allheilmittel, um die Anzahl der Unfälle und Verletzungen im Alter präventiv zu beeinflussen. Aber auch ein aktiver Lebensstil kann unterstützend wirken. Aber was ist zu tun, wenn die Hochaltrigen diese Angebote gerade auch in ländlichen strukturschwachen Regionen gar nicht mehr in Anspruch nehmen können? Was gibt es für Alternativen?  In diesem Workshop sollen anhand des von der Akademie 2. Lebenshälfte mit Förderung der AOK Nordost und dem MASGF Projektes „Lange mobil und sicher zu Hause“ Möglichkeiten der Sturzprävention im hohen Lebensalter aufgezeigt werden.

Bewegungsförderung für ältere Menschen:
Was kann der organisiert Sport leisten?

Sport kennt kein Alter! Welche sportlichen Leistungen selbst Hochbetagte erzielen können, zeigt bspw. die Schwimmerin Ingeborg Fritze (94) aus Düsseldorf. Sie hat zahlreiche Meisterschaften und Europatitel gewonnen und Weltrekorde aufgestellt. Nach einer Untersuchung der Kölner Sporthochschule konnten 90jährige ihre Leistung bei Krafttraining um nahezu 150 Prozent steigern. Diese und weitere Ergebnisse sind Ansporn für diesen Workshop sich mit der Rolle des organisierten Sports für die Bewegungsförderung von Hochaltrigen zu beschäftigen.

Bewegungsförderung im hohen Lebensalter:
Wie bringen wir mehr Bewegung in die Altenpflegeeinrichtungen?

Das im Juli 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz richtet einen besonderen Fokus auf die Schaffung von Präventionsangeboten für die Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen der stationären Pflege (siehe dazu auch Leitfaden „Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen“ des GKV-Spitzenverbandes (Stand: August 2016)). Die Förderung und Erhaltung von Beweglichkeit und Mobilität spielt dabei eine zentrale Rolle, die perspektivisch auch durch den „Expertenstandard zur Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege nach § 113a SGB XI“ noch stärker eingefordert wird. In diesem Workshop sollen auf Basis von ersten Erfahrungen mit Angeboten der Bewegungsförderung in den Einrichtungen der AWO Werder weitere Möglichkeiten zum Beispiel Qualifizierungsmaßnahmen für Pflegekräfte oder andere Beteiligte diskutiert werden.

Bewegungsförderung in der häuslichen Umgebung:
Wie können die Wohnungsgesellschaften die Arbeit ehrenamtlicher Gesundheitsbuddys fördern?

Gesundheitsbuddys sind für ein Trainingsprogramm qualifiziert, gemeinsam mit alten Menschen in deren Wohnung gezielte Übungen zur Förderung von Kraft, Koordination und Gleichgewicht durchzuführen. Dieses Angebot ist bei den Pflegekassen anerkannt nach § 45b und für Menschen mit Pflegegrad kostenlos nutzbar. Über Erfahrungen mit 60 qualifizierten Ehrenamtlichen und 130 Nutzern nach 3500 Stunden Hausbesuchen wird im Workshop berichtet. Vor allem die Zusammenarbeit mit den Wohnungsgesellschaften ist eine wichtige Basis, um Gesundheitsbuddys auch zum Gesundheitsnachbarn werden zu lassen.


Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte aus:

  • der Praxis
  • der Gesundheitsversorgung
  • Senioreneinrichtungen
  • Verbänden
  • Politik
  • Kommunen
  • Sport
  • Wissenschaft

Das Veranstaltungsteam des Vereins „Selbstbewusst altern in Europa e. V.“ und der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam würde sich freuen, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Das Team der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam und der Verein  „Selbstbewusst altern in Europa e. V.“ freut sich auf Ihr Kommen. Gerne können Sie die Einladung an Interessierte weitergeben.

 

 


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